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„Intensivtäter“ bei der Berliner Polizei?

Weil die Berliner Polizei bevorzugt türkisch- und arabischstämmige Bewerber einstelle, sei die Durchsetzung des Rechts gefährdet, meint zumindest Thilo Sarrazin und offenbart damit einmal mehr sein verschrobenes Weltbild.

Intensivtäter und gebrochenes Kiez-Deutsch

In einer Kolumne für die Züricher „Weltwoche“ klagt der ehemalige Berliner Finanzsenator, es würden arabisch- und türkischstämmige Bewerber bei der Einstellung für die Polizei-Laufbahn bevorzugt. Diese „ungesetzliche neue Praxis“ höhle die Standards aus, so dass „langfristig die Qualität der Polizei und die Einheitlichkeit ihres Verhaltens und damit der Rechtsdurchsetzung gefährdet sind“.

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Darüber hinaus würde ein großer Teil der türkisch- und arabischstämmigen Bewerber auf eine „Kriminalitätshistorie“ zurückblicken. Darum seien Anforderungen an das polizeiliche Führungszeugnis entschärft worden. Man müsse bis zum Zeitpunkt der Bewerbung nicht nur wie früher zehn Jahre, sondern lediglich noch fünf Jahre straffrei geblieben sein: „So sind schon ehemalige Intensivtäter in Berlin Polizisten geworden.“

In der Polizeiausbildung seien schließlich auch die Prüfungsanforderungen an die türkisch- und arabischstämmigen Bewerber massiv abgesenkt worden, behauptet Sarrazin. Auch die richtige Beherrschung der deutschen Sprache sei als Voraussetzung für die Aufnahme in den Polizeidienst weitgehend entfallen. Ein Großteil der Bewerber mit Migrationshintergrund spreche nur ein „gebrochenes Kiez-Deutsch“, dadurch werde auf Dauer „das gesamte Qualifikationsniveau der Berliner Polizei nach unten“ gezogen.

Innensenator weist Kritik an Berliner Polizei als „dumm“ zurück

Berlins Innensenator Frank Henkel wies die Kritik zurück: Ausgerechnet diejenigen Migranten zu attackieren, „die sich in unserer Gesellschaft integrieren und für Recht und Gesetz einsetzen, ist dumm“. Was er damit bezwecke, weiß er wohl nicht einmal selbst.

Die vorgebrachten Fakten seien überdies falsch. Die persönliche Eignung der Bewerber werde im Auswahlverfahren anhand vieler Faktoren beurteilt. Wer eine „zusätzliche Bedarfssprache“ spreche, rücke zwar im Bewerber-Ranking nach oben, das Nichtbeherrschen von einwandfreiem Deutsch sei aber ein „K.-o.-Kriterium“. Es gebe zudem weder eine Zehn- noch eine Fünfjahresgrenze, bei einer möglichen strafrechtlichen Vorbelastung komme es nicht nur auf den Ausgang des Verfahrens an, sondern auch auf Delikt, Tatumstände, das Alter beim Tatzeitpunkt und die Entwicklung der Persönlichkeit seitdem.

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3 Kommentare zu “„Intensivtäter“ bei der Berliner Polizei?

  1. Wie man hört, werden in Berlin Menschen mit Migrationshintergrund sogar Finanzsenator. Leider hat Thilo Sarrazin dagegen keinen Protest angemeldet.

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  2. „Es ist egal, ob die Katze schwarz ist oder weiß. Hauptsache sie fängt Mäuse.“ Das ist ein Zitat von Deng Xiaoping. Ihr Berliner Buletten bekommt überhaupt nichts auf die Reihe. Jemanden der als Finanzsenator in eurer verschuldeten Stadt 2008 einen Haushalt ohne neue Schulden hinbekam, stets mit Dreck zu überziehen – das sagt alles über Euch. Gott segne euer schwules Eichhörnchen. Das milliardenschwere Debakel um den Flughafen Schönefeld, für das er zus. mit Platzeck die Verantwortung trägt, wird uns noch lange schwer im Magen liegen.

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