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Vergewaltigung im Stadtpark war nur erfunden

Am Sonntag zeigte eine 15-Jährige gegenüber der Polizei an, auf einer Parkbank im Hamburger Stadtpark vergewaltigt worden zu sein.

Am Abend im Hamburger Stadtpark

Gegen 21:00 Uhr saß sie dort mit ihrer Freundin in der Nähe des schon geschlossenen Lesecafés am Rosengarten im Stadtpark. Während des Gesprächs verließ die eine 15-Jährige für kurze Zeit diesen Treffpunkt, weil die Schülerin einmal austreten musste. Als sie wenig später zurückkehrt, findet sie ihre Freundin weinend, völlig aufgelöst und verletzt vor. Sie sei vergewaltigt worden, sagt sie. Der Täter habe sie von hinten angefallen, ihr den Mund zugehalten und sich an ihr vergangen. Ein Rettungswagen bringt das Mädchen ins UKE.

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Der Hamburger Stadtpark bei Nacht.

Unterdessen durchkämmen bereits mehr als 50 Polizeibeamte den Stadtpark, Beamte des LKA 42 (Sexualdelikte) übernahmen noch in der Nacht die Ermittlungen. Die vermeintlichen Spuren werden gesichert, verdächtige Männer im Stadtpark werden angehalten, durchsucht und ihre Personalien festgehalten. Sogar eine Wärmebildkamera kommt zum Einsatz. Die Ermittlungen blieben jedoch erfolglos, die Spurensicherungsmaßnahmen hielten bis in die frühen Vormittagsstunden des Montages an.

Widersprüchliche Angaben führten zum Geständnis

Schließlich führte die Auswertung von Videomaterial zu Widersprüchen in den Angaben des 15-jährigen Mädchens. Schließlich musste sie einräumen, dass eine Vergewaltigung gar nicht stattgefunden habe, sie sich diese vielmehr ausgedacht habe.

Die Staatsanwaltschaft Hamburg prüft nun, ob ein Verfahren wegen Vortäuschens einer Straftat (§ 145d StGB) eingeleitet wird.

Vor einigen Wochen hatte sich eine angezeigte Vergewaltigung in Regensburg ebenfalls als nur vorgetäuscht herausgestellt.

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