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Aktuelle Informationen zum Thema Historisches:

Die badische Aktenheftung

Ein kleines badisches Dorf, etwa einzugrenzen auf den Oberlandesgerichtsbezirk Karlsruhe,1 hält es tatsächlich immer noch für sinnvoll, seine Strafakten auf eine Aktenschnur einzufädeln. Dieses Prozedere wird als Badische Aktenheftung bezeichnet und geht auf deren Aktenordnung zurück, die dort seit Jahrhunderten (zumindest seit 1801) so praktiziert wird. Die Akten werden mit einem speziellen Locher links oben […]


Gutachten über die Eignung der Frau zum Strafrichter

Strafrichterinnen gehören heutzutage – glücklicherweise – zum gewöhnlichen Erscheinungsbild in deutschen Gerichtssälen. Nahezu die Hälfte aller Richter sind mittlerweile weib­lich, so dass bei Neueinstellungen teilweise schon über eine Männerquote nachgedacht wird. Dies war freilich nicht immer so: Im Jahr 1921 bedurfte es eines Gutachtens des Direktors an der Universitäts-Frauenklinik der Berliner Charité Prof. Dr. Ernst […]


Goethe und die Kindsmörderin

Johann Wolfgang von Goethe gilt als Deutschlands größter Dichter – als ein „Universalgenie“. Auf Weisung des Vaters hatte Goethe in Leipzig Jura studiert, später arbeitete er vier Jahre als Rechtsanwalt und schließlich als Mitglied in dem „Geheimen Consilium“ – einem dreiköpfigen Beratergremium des Herzogs Karl August in Weimar. Bereits in seiner Disputation 1771 beschäftigte er […]


Geschichte eines Referendars: Erst Examen – dann Exil

Es gibt Bücher, die man gelesen haben sollte: Die „Geschichte eines Deutschen“ von Sebastian Haffner gehört jedenfalls dazu. Er verarbeitet darin autobiografischen Erinnerungen der Jahre 1914 bis 1933 und insbesondere der zweite Abschnitt („Die Revolution“) sollte zur Pflichtlektüre im Rechtsreferendariat zählen. Darin beschreibt Haffner, wie er als 25-jähriger Justizreferendar am Berliner Kammergericht 1933 die Machtübernahme Hitlers erlebte […]