Neue Euro-Banknoten: Fingerabdrücke nicht nachweisbar
Strafakte.de

Es ist nicht alles schön was glänzt

Es gibt seit einiger Zeit neue Euro-Banknoten – zumindest als 5-Euro und 10-Euro-Schein.

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Lackierung der neuen Banknoten verhindert Fingerabdrücke

Die lackierten Oberflächen der neuen Banknoten bereiten der Polizei jedoch große Probleme: Die Lackierung, die die Scheine haltbarer machen soll, verhindert gleichzeitig, dass sich auf der Oberfläche Fingerabdrücke anhaften – diese sind derzeit also mit herkömmlichen Methoden nicht nachweisbar. Die kriminaltechnische Sicherung von Fingerabdrücken auf Geldscheinen ist unter anderem bei der Verfolgung von Diebstahl-, Raub- und Drogendelikten wichtig.

An neuen Verfahren wird gearbeitet

Nach einem Bericht hätten sich mehrere Polizeibehörden bereits kurz nach der Einführung der neuen 5-Euro-Banknoten im Jahr 2013 bei der Deutschen Bundesbank gemeldet und von den Schwierigkeiten mit dem neuen Lack berichtet, das Problem sei demnach bereits bekannt. Eine Bund-Länder-Gruppe der Polizei unter Führung des Bundeskriminalamts (BKA) arbeite nun an neuen Verfahren, mit deren Hilfe Fingerabdrücke auf lackierten Banknoten kenntlich gemacht werden können. Die Behörde wollte sich allerdings „aus kriminaltaktischen Gründen“ nicht zu dem Thema äußern.

Wenn demnächst auch die neuen 20- und 50-Euro-Banknoten in Umlauf gebracht werden, wird sich das Problem weiter verschärfen, da diese von Straftätern am häufigsten benutzt werden.

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