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Casino-Betrüger mit Infrarot-Linsen muss 2 Jahre in Haft

Es klingt wie aus einem Film: Ein Italiener hat beim Pokern in einem Casino an der Côte d’Azur in Cannes mit ein paar Infrarot-Kontaktlinsen aus China und mit „unsichtbarer Tinte“ markierten Karten über 90.000 Euro ergaunert. Dafür wurde Stefano A. (56, Codename: „Parmesan“) in der vergangenen Woche von einem Gericht zu einer 2-jährigen Freiheitsstrafe und einer Geldstrafe von 100.000 Euro verurteilt.

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Mit manipulierten Karten und speziellen Infrarot-Kontaktlinsen zum „Erfolg“ // Foto: Alexander Klaus / pixelio.de

Geholfen hat ihm ein Komplize, genannt „der Israeli“, der ihm gegenüber saß und mit Schnief-Geräuschen half, die richtigen Karten auszuwählen. Die Mitarbeiter schöpften Verdacht, weil er ganz einfach gewann und ausserdem zwei exzellente Hände wegschmiss – ganz so, als kannte er die Karten des Croupiers.

Bei den folgenden Ermittlungen stellte die Polizei fest, dass auch Mitarbeiter des Spielcasinos beteiligt waren, die dem Italiener einige Sätze von Spielkarten aus dem Casino besorgten und nach der Markierung wieder dorthin zurück und an den entsprechenden Tisch brachten. Diese Betrugstechnik sei bisher einmalig in Europa und so noch nicht praktiziert worden – sicherlich auch weil die Kontaktlinsen in Europa nicht zu kaufen seien. Diese hatte er für etwa 2.000 Euro aus China importiert.

Auch die Komplizen wurden verurteilt: Ein 55-jähriger, der möglicherweise der „Mastermind“ der Aktion war, bekam drei Jahre Haft und ebenfalls eine Geldstrafe in 100.000-Euro, sowie ein weiterer Mittäter 30 Monate und 50.000 Euro Geldstrafe.

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