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Der randalierende Rechtsanwalt

Rechtsanwälte sind auch nur Menschen – diese Einsicht fällt nicht immer leicht. Und auch Verkehrsjuristen kann einmal der Zorn packen, so geschehen beim Abendprogramm auf dem 52. Deutschen Verkehrsgerichtstag in Goslar.

Während des Auftritt eines „Unterhaltungskünstlers“ und seiner sächselnden Sprachparadie auf „eigentümlich verbogene Sprachwerkzeuge“ fühlte sich ein Rechtsanwalt aus Leipzig wohl derart in seinem sächsischen Stolz verletzt, dass er auf die Bühne stürmte und den Missetäter ohrfeigte. Der stark angetrunkene Jurist wurde daraufhin aus dem Hotel ins Freie befördert, soll auf dem Marktplatz aber weiterrandaliert und dort versucht haben, auf Passanten einzuschlagen, wie die taz berichtet.

Schließlich beleidigte der Advocatus Diaboli die herbeigerufenen Polizeibeamten, woraufhin diese den „Helden der Heimat“ bis zum nächsten Morgen in eine Ausnüchterungszelle sperrten. Auf dem Verkehrsgerichtstag aus dem Verkehr gezogen werden ist eine Leistung, die schon besondere „Anerkennung“ verdient. Es darf bezweifelt werden, ob der randalierende Rechtsanwalt in den nächsten Jahren erneut diese Veranstaltung besuchen wird. Obendrein wird der Verkehrsrechtler nun wohl einen Strafverteidiger benötigen, denn Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte gepaart mit Beleidigung wird sicherlich auch in Goslar nicht allzu gern gesehen.

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