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Standesbeamte auf Amrum und privatisierte Überstunden

Auf der Insel Amrum sollen sechs Standesbeamte ihre Tätigkeit „privatisiert“ haben. Die Staatsanwaltschaft Flensburg wirft den drei Frauen und drei Männern im Alter zwischen 31 und 52 Jahren vor, für Trauungen außerhalb der Dienstzeiten überhöhte Gebühren verlangt und diese auf ein eigenes Konto eingezahlt zu haben. Dafür hätten sie eigens eine Gesellschaft gegründet, um den Brautpaaren in mehr als 100 Fällen die Arbeit nach Feierabend gesondert berechnen zu können. Die Einnahmen seien für eigene Zwecke jährlich untereinander aufgeteilt worden. Zur Schadenshöhe sind leider keine Details bekannt.

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Haben sich die Standesbeamten auf der Insel Amrum was dazuverdient? // Foto: Petra Schmidt / pixelio.de

Heute hat vor dem Landgericht Flensburg der Prozess wegen Untreue begonnen. Zu Beginn des Prozess sparten die Verteidiger nicht mit Kritik, nach ihrer Ansicht weise die Anklage erhebliche Mängel auf. So soll ein Hinweis darauf fehlen, dass die Angeklagten die Absicht hatten, andere überhaupt zu schädigen. Die Verhandlung soll am kommenden Mittwoch fortgesetzt werden. Es sind zunächst sechs Verhandlungstage bis Mitte Dezember angesetzt.

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