Kriminalität hat biologische Wurzeln - Strafakte.de
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Kriminalität hat biologische Wurzeln

Wenn Sie voraussagen sollten, welcher Dreijährige später Gewaltverbrecher wird – worauf würden Sie dieses Urteil stützen? Die meisten Menschen würden sicherlich nach dem sozialen Umfeld des Kindes fragen; ob es aus einem zerrütteten Elternhaus stammt oder vielleicht gar vernachlässigt wird. Alles falsch – es gibt einen viel simpleren Indikator, sagt zumindest die Zeitschrift „New Scientist“ (erscheint im SPIEGEL-Verlag):
 
In seinem Buch „The Anatomy of Violence“ zeigt Adrian Raine von der University of Pennsylvania in Philadelphia anhand von Studien, dass der Ruhepuls eines Menschen der sicherste Indikator ist. Der Psychologe und Kriminologe beweist, dass ein langsamer Herzschlag ein eindeutigeres Indiz für kriminelles Verhalten ist als das Rauchen für Lungenkrebs. Viele Straftäter haben ein gestörtes vegetatives Nervensystem, das bei emotionaler Erregung zu extremer Gereiztheit und Nervosität führen kann. Die Persönlichkeit solcher Menschen ist durch Furchtlosigkeit und Risikobereitschaft gekennzeichnet.

Weitere Details der „Studie“ können bei New Scientist nachgelesen werden.

Update: Der Artikel wurde überarbeitet und deutlicher herausgestellt, dass die Thesen der Studie als Diskussionsgrundlage dienen sollten. Ich dachte, das wäre aus sich selbst heraus (und der Kategorie: Zur Diskussion) verständlich. Die SPIEGEL Verlagsgruppe hat übrigens beschlossen, den „New Scientist“ einzustellen – ob das was mit diesem Artikel zu tun hat?

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