Revision

Die Revision ist ein Rechtsmittelverfahren und führt nur zur Nachprüfung des Urteils „in jure“. Im Gegensatz zur Berufung ist in der Revision der im erstinstanzlichen Urteil des Amtsgerichts oder Landgerichts festgestellte Sachverhalt als feststehend anzusehen. Das Revisionsgericht prüft lediglich, ob das Tatgericht das formelle und materielle Recht richtig angewendet hat.

Für den Verurteilten ist die Revision vor dem Bundesgerichtshof fast immer die „letzte Instanz“ und sollte dementsprechend nicht leichtfertig „in die falschen Hände gegeben werden“. Denn nur wenigsten Revisionen sind erfolgreich – die Erfolgsquote von Rechtsanwälten liegt bei 14%. In einem Drittel der eingelegten Revisionen wird pauschal und unspezifisch die Verletzung des Rechts gerügt ohne dies zu begründen. Es ist wenig verwunderlich, dass die Misserfolgsquote dieser Revisionen bei über 90% liegt. Die Anzahl der unsubstantiierten Revisionsbegründungen lässt befürchten, dass viele Rechtsanwälte schlicht überfordert sind, gut begründete Revisionen einzulegen, weil ihnen fundierte Kenntnisse im Strafprozessrecht fehlen.

Es gilt, den archimedischen Punkt in der Urteilsbegründung des Tatgerichts zu finden, an dem der Hebel angesetzt wird, um das angegriffene Urteil aus den Angeln zu heben – so bringt Strate die hohe Kunst der Revision auf den Punkt.
 

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