Wie wollen erfolgreiche Nachwuchsjuristen („High Potentials“) leben? Wo wollen sie arbeiten? Was ist ihnen wichtig? Diese und viele weitere spannende Fragen stellte das Forschungsinstitut „trendence“ knapp 2.600 Teilnehmern einer Online-Befragung über ihre Erwartungen an das Berufsleben. Die Ergebnisse zeigen, dass die sog. Work-Life-Balance auch den jungen Juristen immer wichtiger werden. Work-Life-Balance meint dabei den Idealzustand, in dem Arbeits- und Privatleben miteinander in Einklang stehen.
Die Teilnehmer waren durchschnittlich 24,7 Jahre alt, hatten eine durchschnittliche Abiturnote von 1,8 und einen Durchschnitt im ersten Examen von 10,02 Punkten. Nicht schlecht! Auffallend ist die zurückgehende (erwartete) Wochenarbeitszeit („Wieviele Wochenstunden sind Sie bereit zu arbeiten?“) von 54,4 Stunden im Jahr 2007 auf aktuell nur noch 51 Stunden. Durchschnittlich erwarten sie dafür ein Jahresgehalt von 63.200 Euro (Männer: 70.000, Frauen: 48.800 Euro).

Ranking der Top-Arbeitgeber 2013 unter besonders leistungsstarken Juristen / © trendence Institut/JuS [2013]
Befragt nach den Gründen für die Auswahl des Arbeitgebers stehen attraktive Arbeitsaufgaben ganz oben, gefolgt von Aufstiegschancen und Kollegialität. Immerhin ist man bereit, dafür etwa 18 Bewerbungen zu versenden und bis zu vier Monate auf den passenden Job zu warten.
Über 60% der Befragten waren Studierende der Rechtswissenschaft; der Anteil derer, die schon die Zweite Juristische Staatsprüfung absolviert hatten, lag bei weniger als 10%. In der Ausgabe von September 2013 der JuS erscheinen exklusiv weitere Studienergebnisse .
Die Ergebnisse solcher oder ähnlicher Umfragen sind doch schon seit Jahren – mit geringen Nuancierungen – die gleichen. Ob sich das beim Auswärtigen Amt oder den Frischfeldern mit der Work-Life-Balance so ausgeht…
Sobald im Hamsterrad hängt, hat man keine Zeit mehr über Work-Life-Balance nachzudenken…