Zukunftsstudie der Anwaltschaft: Vielen Kanzleien fehlt eine Strategie
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Vielen Kanzleien fehlt eine Strategie

Eine von der Baseler Prognos AG durchgeführte Umfrage unter 5.000 Rechtanwälten befasst sich mit der künftigen Entwicklung des Berufsstandes. Die Zukunftsstudie mit dem Titel „Der Rechtsdienstleistungsmarkt 2030“, die der Deutsche Anwaltverein (DAV) auf dem heute in Düsseldorf beginnenden 64. Deutschen Anwaltstag vorstellen wird, bescheinigt der Branche „ein nur geringes Ausmaß aktiver Strategieplanung quer durch alle Kanzleitypen“.

Viele Kanzleien werden es künftig deutlich schwerer haben, sich am Markt zu halten. Gerade Einzelanwälten fehlt eine klare Strategie, um dem steigenden Wettbewerbsdruck und den immer anspruchsvolleren Mandaten zu begegnen.

Fehlende strategische Ausrichtung und kein Umdenken

Besonders kritisch: Weniger als 10% der befragten Anwälte wollen ihre künftige strategische Ausrichtung überdenken und gegebenenfalls ändern. Das ist nach Ansicht des DAV deshalb besonders misslich, weil die inzwischen rund 160.000 Advokaten in Deutschland nicht mehr nur innerhalb der Anwaltschaft auf Wettbewerb stoßen, sondern zunehmend auch Banken und Versicherungen nach der Lockerung des Anwaltmonopols 2008 in den Markt drängen.

Es sei gerade Einzelanwälten und insbesondere Berufsanfängern dringend geraten, ihre strategische Ausrichtung zu überdenken und durch Weiterbildung, Spezialisierung o.ä. ein Alleinstellungsmerkmal für sich zu schaffen.

Nachtrag vom 17.06.2013: Wir haben im Artikel oben einen Link zur Langversion der Studie (knapp 200 Seiten) verlinkt. Es gibt aber auch eine Executive Summary.

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