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Falsche Kindesentführung sorgt für Großeinsatz

Zehn Peterwagen, zwanzig Beamte: Mit einem Großeinsatz hat die Hamburger Polizei auf eine vermeintliche Kindesentführung reagiert. Unbekannte hatten ein Internetvideo veröffentlicht, auf dem eine solche Entführung zu sehen war. Bei dem vermeintlichen Tatort handelte es sich unverkennbar um die Hamburger Innenstadt (Neuer Wall). Ein angeblicher Amateurfilmer will zufällig gefilmt haben, wie ein Kind in einem schwarzen VW-Bus entführt wird.

Falsche Kindesentführung löste Großeinsatz in Hamburger Innenstadt aus
Falsche Kindesentführung löste Großeinsatz in Hamburg aus // Foto: Peter Hebgen / pixelio.de

Die Bereitschaftspolizei wurde mit Sonderrechten zum Tatort entsandt, um durch Anwohner- und Zeugenbefragungen mögliche Hinweise auf die Tat zu erlangen. Es meldete sich darauf ein Wachmann, der das Geschehen beobachtet hatte und eine Frau rufen hörte „Entführung, mein Sohn!“. Danach sei ein schwarzer VW-Bus in Richtung Jungfernstieg geflüchtet, den er mit seinem Segway verfolgt habe. Am U-Bahnhof Jungfernstieg sei er dann auf zwei Männer und den Jungen aufmerksam geworden. Auf den Sachverhalt angesprochen habe man ihm gesagt, dass es sich hier um unangemeldete Filmaufnahmen gehandelt habe. Der Junge sei völlig entspannt gewesen, sodass er es nicht für nötig gehalten habe, die Polizei zu rufen. Da zu der fraglichen Zeit auch kein Notruf bei der Polizei vorlag, erschien dies glaubhaft.

Nun laufen die Ermittlungen hinsichtlich des Absenders der Videoaufnahmen. Gegen den unbekannten Amateurfilmer und seine Darsteller wird wegen Vortäuschung einer Straftat ermittelt. In solchen Fällen wird dem Verursacher der Polizeieinsatz in Rechnung gestellt.

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