Rechtsberatung 2.0 künftig im Videochat via Helpout? - Strafakte.de
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Rechtsberatung 2.0 künftig im Videochat via Helpout?

Die Beratung in rechtlichen Fragestellungen funktioniert längst nicht mehr nur persönlich, sondern auch (relativ) anonym über das Internet, etwa über Anwaltsportale wie frag-einen-anwalt.de – über Sinn und Unsinn sowie die Qualität einer Beratung ließe sich natürlich (wie immer) vortrefflich streiten.

Nun kommt aber etwas, was die Beratungsbranche nochmal entscheidend verändern könnte: Google plant eine Plattform „Helpouts“ über die man bezahlte Videogespräche führen kann. Es handelt sich dabei um geschlossene Videochats (sog. Hangouts), in denen ein bestimmtes Thema, eine geplante Zeitdauer und der dafür geforderte Preis fest vorgegeben sind. So ließe sich dort nicht nur Face-to-face mit einem oder mehreren Mandanten sprechen – es könnten sogar kleine Seminare mit bis zu 10 Teilnehmern abgehalten werden.

Vermutlich wird es sogar möglich sein, die entsprechende Video-Kontaktbox direkt in seine eigene Internetseite oder den Blawg einzubetten; oder zumindest direkt auf das Angebot zu verlinken. So gäbe es eine Möglichkeit für Rechtsanwälte -sofern gewünscht- seinen Blog zu monetarisieren, indem man dort direkt (Erst-) Rechtsberatung auf Basis eines Zeithonorars anbietet – und das sogar zu einer vom Anwalt bestimmten Zeit.

Die Kehrseite der Medaille: Wer weiß, wer alles auf die Idee kommt, dort live Rechtsberatung anzubieten. Wahrscheinlich wird der Googlesche Rechtsraum wieder relativ unreguliert sein, so dass zumindest dort das „Beratungsmonopol“ der Rechtsanwälte fallen wird.

Zur Diskussion in diesem Zusammenhang: Werden wir es noch erleben, dass die anwaltlichen Fortbildungen ausschließlich online laufen? Wäre dies überhaupt wünschenswert?

Meet Helpouts, Google’s Secret Project That Turns Hangouts Into A Commerce Platform

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