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IT- und Internetstrafrecht

Inter­net­kri­mi­na­li­tät (sog. Cyber­cri­me) nimmt über­durch­schnitt­lich stark zu. Seit dem Jahr 2008 hat sich die Anzahl von Delikten im Zusammenhang mit dem Internet fast verdoppelt. Allein im Jahr 2012 wurde durch Inter­net­kri­mi­na­li­tät ein Schaden in Höhe von 42 Mio. Euro verursacht.

Neben den originär datenbezogenen Straftatbeständen (Ausspähen von Daten, 202a StGB oder Datenveränderung und Computersabotage, § 303a StGB) erlangt IT-Strafrecht vor allem dort an Bedeutung, wo herkömmliche Straftaten mittels des Internet begangen werden. Das betrifft u.a. die Verletzung von Urheberrechten (Tauschbörsen) wie Straftaten gegen Persönlichkeitsrechte („Cyber-Mobbing“) sowie die Verletzung von Geschäfts- und Privatgeheimnissen, insbesondere aber auch Betrugsvorwürfe im Bereich des sog. E-Commerce (ebay-Betrug). Der Vorwurf kann sich dabei nicht nur gegen den Nutzer richten, sondern auch gegen den Diensteprovider.

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Einige Staatsanwaltschaften begegneten dem Problem mit der Bildung von Sonderdezernaten. Dennoch bewegen sich die meisten Staatsanwälte, Ermittler und Richter bei der Bewertung von digitalen Beweismitteln, technischen Abläufen, und virtuellen Identitäten häufig in einer ihnen unbekannten technischen und großteils rechtlichen Grauzone. Hier liegt eine enorme Chance für die Strafverteidigung bei technisch überlegenem Wissen des Rechtsanwalts.

Das Computer- und Internetstrafrecht erfordert ein extrem hohes technisches Verständnis über die jeweilige Funktionsweise sowie ein vielschichtiges spezifisches Fachwissen. Das IT-Strafrecht beinhaltet enorme Schnittmengen zu anderen Rechtsgebieten, etwa zum Wirtschaftsstrafrecht, Urheber- und Medienrecht, Datenschutzrecht, Steuerstrafrecht sowie dem Sexualstrafrecht und gewinnt durch den technischen Fortschritt im täglichen Leben enorm an Bedeutung.
 

Aktuelle Informationen zum Thema IT- und Internetstrafrecht:

Cyber-Staatsanwalt gegen Internetkriminalität

Das Internet ist zumindest für Straftäter kein „Neuland“ mehr – Internetkriminalität oder neu-deutsch „Cybercrimes“ nehmen überdurchschnittlich stark zu. Die Erscheinungsformen sind vielfältig: Internetbetrug, Ausspähen von Daten, Verstöße gegen das Verbreitungsverbot oder den Jugendmedienschutz, Identitätsdiebstahl, Urheberrechtsverletzung, Cyber-Terrorismus, Cyber-Mobbing, Volksverhetzung und die Verbreitung von Kinderpornographie. Seit dem Jahr 2008 hat sich die Anzahl von Delikten im Zusammenhang […]


Hamburger Erklärung: Appell an die Bundesregierung

Hamburg hat bereits den Hamburger Mietvertrag und den Hamburger Brauch hervorgebracht und bundesweit bekannt gemacht – nun folgt die Hamburger Erklärung. In dieser formulieren einige Hamburger Rechtsanwälte – darunter auch die Strafverteidiger Dr. Sascha Böttner und Dr. Oliver Pragal – neun Forderungen an die Bundesregierung, sich für eine Beendigung oder zumindest starke Einschränkung der Überwachung […]


Digitale Schutzgelderpressung

Ein beträchtlicher Teil der großen Internetkonzerne verdienen ihr Geld mit Werbung – allen voran Google, auch Facebook. Viele andere Unternehmen möchten im Internet mit Werbung Geld verdienen, die Verlage beispielsweise. Doch was passiert, wenn diese Werbung plötzlich nicht mehr angezeigt wird, weil der Benutzer am anderen Ende der Internetleitung einen sog. Ad-Blocker einsetzt? Die Entwickler […]


Google: Neuer Rekord bei Löschanfragen

Wie bei allen (größeren) Technologie- und Kommunikationsunternehmen gehen bei Google regelmäßig Ersuchen von Behörden und Gerichten ein, in denen der Suchmaschinenanbieter aufgefordert wird, Inhalte aus Diensten zu entfernen oder zu prüfen, ob die betreffenden Inhalte entsprechend den Community-Richtlinien des jeweiligen Produkts entfernt werden müssen. Neben den reinen Suchergebnissen aus Web- und Bildersuche, ist auch die Videoplattform […]